Arbeitskreis Historie Kappel- Grafenhausen
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D `Stub

 

 

 

„d’Stub“

 

Auf Verodnung vom 20. Mai 1700 des Ettenheimer Amtmanns Reich wurde vorgesehen dass eine neue Stube (Gemeindehaus) gebaut wird, da die alte wohl im 30-jährigen Krieg zerstört worden war.

 

1783 wurde die „Linde“ dann umgebaut und vergrößert und erhielt damit die Gestalt, in der sie heute noch da steht.

Sie wurde ursprünglich als Gemeinde- und Zunftstube der Fischerzunft genutzt, wodurch im Volksmund die Bezeichnung „d’Stub“ entstand. Dies zeigt, dass sie nicht nur ein dorfbauerlicher Mittelpunkt, sondern auch „Wirtschaftszentrum“ des historischen Kappels war.

 

Als stattliches Gebäude war sie auf fast 500 m in der Kirchstraße (heute Rathausstraße) sichtbar. Das Gebäude besteht aus 2 Geschossen, 7 Achsen auf der Straßenseite, einem großen Mansarddach mit kleinem Frontispitz und einem Dachreiter, in welchem sich die damalige Rathausglocke befand. Die umfangreichen Stallanlagen weisen darauf hin, dass die „Linde“ als „Relaisstation“ (Umspannstation) für Kurierpost diente, was mit der verkehrsgünstigen Lage zusammenhing.

 

Auf dem damaligen Fischerzunftschild von 1820 fand man unter dem Wappen des Großherzogtums Baden zwei gekreuzte Salmen und ein Krebs über Anker und Kahn.

 

Seit dem Jahre 1909 ist die Familie Vögele Eigentümer der „Stub“. Sie befindet sich noch heute, in der dritten Generation, in ihrem Besitz.

 

Beitrag  von Claus Leser, Kappel

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