Arbeitskreis Historie Kappel- Grafenhausen
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Die sechs Ölgemälde vom Chor der Pfarrkirche Kappel/Rhein

 

Liebe Kappeler Bürgerinnen und Bürger, zum Ortsjubiläum möchte ich Ihnen die sechs Ölgemälde zeigen, die aus Sicherheitsgründen leider nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Die Bilder wurden teils von der Bürgerlichen Gemeinde Kappel, teils von Pfarrer Dr. Vitus Burg bezahlt.

Die Gemeinde­rechnung gibt leider keine Einzelheiten an.

Dr. Burg schreibt in seiner Schen­kungsurkunde vom 12. 11. 1829, dass drei dieser Gemälde von ihm übernom­men (bezahlt) wurden:

„Der Zinsgroschen von (nach ?) Rubens angeschlagen auf 40 fl

die Ehebrecherin von Carl Marat (Carlo Maratti ?) 30 fl

Die Anbetung der drei Weisen von Devoux, Schüler von Rubens 30 fl"

Diese drei Bilder schenkte er „in die Pfarrkirche" wie er schreibt.

Sie sind auch in den späteren Inventarien aufgeführt.

Die anderen drei Gemälde: Christus im Hause Simon (mit Signatur: Richard Invenit et pinxit 1720),

„Die fünf klugen Jungfrauen" (? Das Bild zeigt den gekrönten Christus mit Frauen) und

„Die Frauen am Grabe" hatte die poli­tische Gemeinde bezahlt.

Alle sechs Gemälde wurden „auf seine Fürsorge hin angeschafft", wie sich Dr. Burg ausdrückt.

Vermutlich kamen sie von Pfar­rer Sprenger, Mannheim, einem damals bekannten Bildersammler.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden sie ins Adelhauser Kloster in Freiburg ausgelagert.

Durch einen Hinweis von Herrn Heimatforscher Dieter Weis aus Ettenheim wurden sie während der Renovationsarbeiten an der Kappeler Kirche 1994 auf dem Kirchturm in einer Kiste verpackt gefunden.

Durch einen Nachtragshaushalt bei der damaligen Kirchenrenovation, genehmigt durch das Erzb. Ordinariat, konnten sie noch gereinigt, restauriert und gerahmt werden. Unter Pfarrer Morath wurde eine Austellung organisiert.

Werner Pohl, Pfr. i. R.

 

 

Quellen/Info:

Dieter Weis, Ettenheim, Hermann Bürkle, Ortenberg, Werner Pohl, Pfr.i.R.

Gemeinde Kappel-Grafenhausen, Seelsorgeeinheit Rust.

Urheberrechtlich geschützte Foto des Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, Referat 4 : Bauwesen, Kunst, Denkmalpflege

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